Oleum jecoris aselli

Der Lebertran

Hinweis: Die Sammlung der klinischen Symptome von Dr. Wolfgang Mettler ist für den fortgeschrittenen Behandler, der mit der Charakteristik der Arzneien vertraut ist und die Grundsätze der homöopathischen Behandlung kennt.
Die Arzneibilder wurden erstellt, um dem Behandler eine Hilfestellung bei der Ermittlung des Haltepunkts einer Arznei zu geben.
Für die Auswahl einer konkreten Arznei reicht diese Aufstellung in keinem Fall aus.


Der Lebertran war schon immer eine Arznei für schwächliche, magere und unterentwickelte Kinder mit Erkältungsneigung.
Scrophulöse und rachitische Beschwerden.
Abmagerung mit heißem Kopf und heißen Händen (Jod., Nat-m...).
Starke Erkältlichkeit (Calc., Ferr-p., Hep., Sil., Tub...).
Anämie (Ferr., Kali-c., Nat-m., Phos...).
Mangel an Lebenswärme (Phos., Psor., Sil...).
Zwergwuchs (Bar-c., Calc-p., Carc., Syph....).

Schwindsucht (Ars-j., Stann-j...).
Lungentuberkulose; Auswurf blutig, gelb, grün, zäh, salzig; Blutspucken.
Tuberkulöse Fisteln (Ins., Teucr-sc....), besonders um die Gelenke herum.
Fisteln der Hals-Nackendrüsen (Bac., Ins., Psor., Sil., Tub....).
Gelenktuberkulose (Dros., Hed., Teucr-sc...), Kniegelenkstuberkulose.
Tuberkulöse Abszesse (Ins., Lap-a...), besonders nach Drüsenschwellungen.
Neigung zu Abszessen und Eiterungen.
Tabes mesenterica (Calc-c., Jod., Tub...).

Furcht vor Geisteskrankheiten, den Verstand zu verlieren (Calc-c., Merc., Phos...).
Kopfschmerzen in der Stirn, über den Augen, beim Husten.
Photophobie, Blepharitis, Schwere der Augenlider.
Schwerhörigkeit mit stinkenden Ohrabsonderungen (Fl-ac., Psor., Sil....).
Chronische Rhinitis mit Ozaena.
Nasenbluten, im Schlaf (Crot-c., Merc., Nit-ac., Verat...), bei Amenorrhoe (Bry., Cact., Phos., Puls...), bei unterdrückter Menses (Bry., Lach., Puls....).
Anhaltende Bewegung der Nasenflügel (Phos., Spong., Tart-stib...).
Haarwuchs im Gesicht bei Frauen (Syc-Co., Thyr...) und Kindern (Calc-c., Nat-m., Psor., Thuja...).

Gelb belegte Zunge, gelber Rachenschleim durch chronische Halsentzündung, gelber Auswurf, gelber Fluor.
Schwellung der Schilddrüse (Carb-an., Kali-j., Spong....). Struma.
Heißhunger und Abmagerung (Abrot., Ars-j., Jod., Nat-m...).
Abneigung und Unverträglichkeit von Milch (Calc-c., Lac-d., Staph...).
Diarrhoe nachts und morgens früh (Podo., Psor., Sulf....).
Wunde Schmerzen und Schweregefühl in der Lebergegend.
Stechen in der Milz.
Erkrankungen des Pankreas (Eichh., Jod., Phos....).

Heiserkeit, Hüsteln, Hustenreiz in den oberen Atemwegen.
Starke nächtliche Hustenanfälle (Dros...).

Husten beim Hinlegen (Dros., Hyos...).
Subfebrile magere Kinder mit trockenem nächtlichem Husten und Nachtschweißen.
Pneumonie. Asthma.
Keuchhusten bei schwächlichen Kindern.
Wundheitsgefühl in der ganzen Brust.
Thorax empfindlich gegen Berührung und Perkussion.
Husten mit Herzklopfen.

Morbus Addison.
Urin eiweißhaltig. Nephritis.
Enuresis nocturna.
Menses unterdrückt durch Erkältung.
Amenorrhoe; wirkt menstruationsfördernd.
Dysmenorrhoe mit Wundschmerzhaftigkeit beider Ovarien.
Menses zu häufig, profus, schmerzhaft.
Gelber Fluor mit Schwäche des Rückens.
Knotige Verhärtung der Mammae.

Wundschmerzhaftigkeit des ganzen Körpers.
Rheumatismus, Neuralgien, Lumbago, Ischias bei abgemagerten, blassen, anämischen Menschen mit Mangel an Lebenswärme.
Ischialgie mit Atrophie des erkrankten Beines.
Spinalreizung. Koxitis. Sakrodynie.
Rachitis, Knochenerweichung, Knochenkaries, Knochennekrose.

Nachtschweiße.
Den ganzen Tag kalter Schweiß.
Heiße Handflächen abends.
Milchschorf. Flechten. Lupus. Ichthyosis.

Schlimmer durch Milch, kalte Luft, Zugluft, Nebel, durch Aufenthalt an feuchten kalten Orten.
Schlimmer durch Bewegung, beim Gehen, beim Fahren.
Schlimmer durch Berührung.

Miasmatik:
Erworbene und hereditäre Psora
Erworbene Tuberkulose.
Syphilitische Tuberkulinie.

© 2001 Dr. Wolfgang Mettler

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